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28.01.2019

Fasten

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Ohne mich! Oder doch?

Entrümpelung schon gemacht?

Nein – nicht die im Keller oder Abstellraum. Ich meine die Reinigung, die Körper, Seele und Geist unterstützt, um mit so manchem »Zuviel« unseres modernen Alltags fertig zu werden. Dabei hilft Fasten mit einer heil- und achtsamen Grundhaltung.

Fasten bedeutet nicht einzig den Verzicht auf feste Nahrung, sondern möchte ebenso eine seelische Entlastung fördern, Spannungen lösen und die Möglichkeit bieten, in sich selbst wieder gerne »zuhause« zu sein.

Fakt ist, dass das sogenannte Heilfasten zum Lifestyle-Trend geworden ist. Mit gutem Grund. Neuere Forschungen zeigen, dass zeitweiliger Nahrungsverzicht positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat – z. B. bei chronisch entzündlichen Erkrankungen, zur Verbesserung des Stoffwechsels, bei Bluthochdruck sowie weiteren modernen Zivilisationskrankheiten. Die zeitweilige Nahrungsabstinenz regt die Zellreinigung und -regeneration an. Außerdem führt Fasten zu einem bewussteren Essverhalten und stimuliert, eine verantwortungsvollere Lebensweise zu überdenken.

Häufig steht, hinter der Absicht zu fasten, ein tieferes Anliegen. Beispielsweise einem gewissen Neustart oder einer nötigen gewünschten Veränderung im Leben Startschub zu leisten. Dazu braucht es eine bewusste Zäsur mit geplanten Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten. Eine Auszeit vom Alltag für mindestens eine Woche ist empfehlenswert. Denn nur so entfaltet das Heilfasten seine ganzheitliche Wirkung.

Wichtig: Fasten ist nicht hungern.

Ich entscheide mich bewusst für eine Art »innere Ernährung«.

Sobald die gewohnte Nahrungszufuhr durch das Fasten unterbrochen wird, plündert der Körper seine vorhandenen Nährstoffdepots. Die normalerweise für die Verdauung erforderliche Energie kann sich nun auf den Abbau von angesammelten Giftstoffen konzentrieren. Ein freiwilliges Fasten tut dem Körper gut und vermeidet unnötige Stresssituationen. So erlebt und erfährt der Fastende die begleitenden psychischen Prozesse als eine Chance, sein Leben mit mehr Selbstachtsamkeit und Stressreduktion zu gestalten. Bereits nach 2 bis 3 Tagen erleben viele eine innere Zufriedenheit und Harmonie. Fasten kann augenöffnende Aha-Erlebnisse für das Wesentliche ermöglichen und noch nicht wahrgenommene wichtige Werte erspüren lassen.

Neue Langzeituntersuchungen zeigen, dass unser Lebensstil enorm großen Einfluss darauf hat, wie gesund wir altern und wie lange wir leben.

UMSETZUNG:

A. Mehrtagesfasten: Fasten im positiven Sinn soll bewusst und geplant durchgeführt werden. Diese Zeit kann grob in drei Phasen unterteilt werden:

  1. Entlastungsphase,
  2. Entschlackungsphase,
  3. Aufbauphase oder Fastenbrechen.

Wer noch keine mehrtägige Fastenzeit erlebt hat, soll sich unbedingt im Vorfeld einschlägige Fachliteratur besorgen oder – was noch besser ist – sich erkundigen, wo eine begleitete Fastenzeit unter fachkundiger Leitung angeboten wird. Als Gruppe wird diese Zeit gewinnbringender erlebt.

B. Kurzfasten: Wem das mehrtägige Fasten in einem Stück zu viel erscheint, der kann auch einzelne Fastentage bewusst einplanen. Besonders empfehlenswert ist es, wenn man eine bestimmte Zeit (16 Stunden pro Tag) oder regelmäßig an jedem zweiten Tag null Kalorien zu sich nimmt und viel Flüssigkeit trinkt (Wasser und Tee). Das fördert die Entgiftung und Zellregenerierung.

C. Jahreszeit: Grundsätzlich kann zu allen Jahreszeiten gefastet werden. Am besten unterstützt uns darin die Frühlingszeit, wenn die Tage bereits wieder länger und wärmer werden. Dann kann – mit entsprechender Bewegung in der frischen Luft – ganzheitlich viel Belastendes abgebaut und Neues, Belebendes aufgenommen werden.

 

Bild vom Autor zum Weblog Fasten

Autor: Günther Maurer

Seelsorger und NewstartPlus-Gesundheitsberater

Bildnachweis: Petar Paunchev – Shutterstock